Senatsanhörung

Liebe Freunde des City-Hofes,
liebe Interessierte !

Hiermit möchten wir Euch/Sie auf die nächste Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses der Bürgerschaft am kommenden Dienstag, den 22. März 2016 um 18 Uhr im Kaisersaal des Rathauses (Rathausmarkt 1, 20095 Hamburg) aufmerksam machen. Die Sitzung ist öffentlich und eine Anmeldung nicht erforderlich.

Weil das Gebotsverfahren “Quartier am Klosterwall seit Anfang an in der Kritik steht, hat sich der Senat dazu entschieden, die Anhandgabe nicht – wie sonst üblich – von der Kommision für Bodenordnung beschliessen zu lassen, sondern von der Bürgerschaft. Bevor am 31. März jedoch über die Einleitung des Veräußerungsverfahren abgestimmt wird, befassen sich die zuständigen Ausschüsse der Bürgerschaft mit dem Verfahren. Diesbezüglich hat der Ausschuss für Stadtentwicklung die oben genannte öffentliche Sitzung anberaumt, bei der die Senatsbefragung und die Beschlussfassung auf der Tagesordnung stehen.

Nachdem sich alle Experten auf der Sachverstandigenanhörung am 01. März für eine Neuausschreibung ausgesprochen haben, was im Wortprotokoll dieser Sitzung auf der Parlamentsdatenbank nachgelesen werden kann, wird dieser Termin den Politkrimi um den denkmalgeschützten City-Hof fortsetzen. 
Bisher haben es Bürgermeister und Senat nicht geschafft auf die Bedenken und Forderungen von zahlreichen lokalen und nationalen Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen in mittlerweile sechs offenen Briefen einzugehen und Argumente hervorzubringen, die den Abriss des City-Hofes – der auch aus ökologischer und volkswirtschaftlicher Sicht sehr fragwürdig wäre – legitimieren würden. Äußerungen wie die des Finanzsenators Peter Tschentscher (SPD), dass bei der Variante ‘Abriss und Neubau’ des City-Hofes “von einem höheren Erlös auszugehen ist, der die Gebote für eine Sanierungsvariante um einen geschätzten zweistelligen Millionebetrag übersteigen wird” (letzten Endes waren es nur 1,2 Mio Euro mehr) oder wie die des stadtentwicklungspolitischen Sprechers Dirk Kienscherf (SPD), dass “diese hässlichen Bauten nicht mehr zeitgemäß sind”, zeigen welcher Geist aktuell unsere Stadt entwickelt. Schlecht beraten sind diese Menschen dabei vom Oberbaudirektor Jörn Walter, der “das Kontorhausviertel vervollständigen und einen schönen Stadteingang gestalten” will und den projektierten Neubau  – dem der historische und geschützte City-Hof weichen soll – traurigerweise auch noch als Stadtreparatur bezeichnet. 

Noch können die Entscheidungsträger nicht nur ihr Gesicht wahren, sondern vor allem das von Hamburg. Sie können dem Parlamentstheater um den City-Hof ein Ende bereiten und noch einmal neu anfangen. Denn selbst wenn die Bürgerschaft am 31. März für die Anhangabe an den Investor Aug. Prien – der den denkmalgeschützten City-Hof abreissen will – stimmen sollte, werden die Initiative City-Hof und ihre Sympatisanten weiterkämpfen. So heisst es doch in der Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft, dass “mit der Entscheidung der Bürgerschaft für die Umsetzung des Veräußerungvorganges […] nicht zugleich über die Grundlage des geltenden Denkmalschutzrechts erforderliche Genehmigung zum Abriss der City-Hochhäuser entschieden wird.” 

Der Politkrimi wird also entweder bald mit einem Happy End für den City-Hof enden oder durch ein paar Kapitel fortgeschriebn werden müssen. 

Wir freuen uns Euch/Sie auf dieser Sitzung zu sehen und verbleiben wie immer 

mit hochhäuslichen Grüßen

Eure/Ihre Initiative City-Hof

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Offene Briefe für den Erhalt des City-Hofes

Zahlreiche lokale und nationale Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen haben sich bereits in mehreren offenen Briefen an den Ersten Bürgermeister Olaf Scholz und den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg gewandt. Während des laufenden Bieterverfahrens und vor der Verleihung des Welterbe-Titels für Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus machten ICOMOS Deutschland und Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) in ihren ersten Appel die Entscheidungsträger noch freundlich darauf aufmerksam, dass der Abriss des denkmalgeschützten City-Hofes in unmittelbarer Nachbarschaft der nominierten Weltkulturerbestätte einen erheblichen Ansehensverlust für Hamburg bedeuten würde und auch aus ökologischer Sicht nicht sinnvoll ist.

Nachdem der Welterbestatus von der UNESCO verliehen war und der Ausschluss des letzten Bieters – der die Erhaltung des City-Hofes vorsah – mit Hilfe formaljuristischer Winkelzüge seitens der Finanzbehörde bekannt wurde, verschärfte sich der Ton in den offenen Briefen. Die einen forderten die Herstellung von Transparenz und eine öffentliche Diskussion über die Zukunft des City-Hofes, die anderen wiesen unmissverständlich darauf hin, dass die geplante Vernichtung des City-Hofes „gegen die gültige Rechtskraft des Denkmalschutzes mit der Selbstverpflichtung des Senats zur Denkmalerhaltung“ erfolgen würde und „ein höchst zweifelhaftes Zeugnis kulturellen Unverständnisses“ sowie „ein beschämendes Zeichen einer alle Ressourcen negierenden Unvernunft“ wäre. In einem zweiten offenen Brief appellierten ICOMOS Deutschland und BHU an den Bürgermeister und den Senat der FHH, “dem Neuanfang des beschädigten Verfahrens und der Erhaltung und Revitalisierung des City-Hofes eine Chance zu geben.”

Dieser Forderung – für die sich bemerkenswerterweise auch alle Experten bei der Sachverständigenanörung am 01.03.2016 im Stadtentwicklungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft aussprachen – schließen wir, die Initiative City-Hof, uns an und stellen im Folgenden noch einmal alle offenen Briefe zusammen, in der Hoffnung, dass die Entscheidungsträger nicht nur die Chance nutzen ihr Gesicht zu wahren, sondern vor allem das von Hamburg:

16.04.2015, Offener Brief #1 – ICOMOS Deutschland und Bund Heimat und Umwelt in Deutschland

01.10.2015, Offener Brief #2 – Hamburgische Architektenkammer, Patriotische Gesellschaft, Denkmalrat, Freie Akademie der Künste in Hamburg, Bund Deutscher Architekten Hamburg und Verein Freunde der Denkmalpflege

27.10.2015, Offener Brief #3 – Deutsche Stiftung Denkmalschutz

11.11.2015, Offener Brief #4 – ICOMOS Deutschland und Bund Heimat und Umwelt in Deutschland

24.11.2015, Offener Brief #5 – Europa Nostra Deutschland e. V.

22.12.2015, Offener Brief #6 – DOCOMO Deutschland e.V. 

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Unser Report zur Sachverständigenanhörung

Aus dem Parlamentstheater ist ein echter Politkrimi geworden. Bei der Sachverständigenanhörung im Stadtentwicklungsausschuss der Bürgerschaft am vergangenen Dienstag, den 01.03.2016 haben alle sechs Experten für eine N e u a u s s c h r e i b u n g des City-Hofes plädiert. Zwar haben die von der SPD benannten Experten Hermann Hipp und Günter Wilkens die Denkmalwürdigkeit des City-Hofes in Frage gestellt, trotzdem sprachen sie sich beide für den Um- und Weiterbau – in Hinblick auf den Erhalt der “Grauen Energie” – des Bauwerkes aus. Hipp hat sich sogar gegen die Privatisierung der städtischen Immobilie ausgesprochen. Dies war nicht die einzige Überraschung für die Abgeordneten der SPD bei dieser Sitzung. So hat der von den GRÜNEN benannte Berthold Burkhardt – der als Mitglied im ICOMOS für die UNESCO als Berater und Gutachter tätig ist – bei der Anhörung unmissverständlich klargestellt, dass eine Beteiligung der UNESCO am Architekturwettbewerb – der laut Drucksache des Senats nach der Anhandgabe an Aug. Prien durchgeführt werden soll – keinen Sinn macht, da man im Vorfeld bereits bei der Entscheidung über Abriss oder Erhalt des City-Hofes hätte eingebunden werden müssen. Den höchst zweifelhaften Versuch von Hipp – dem City-Hof seinen Denkmalwert abzusprechen, in dem er das Bauwerk als “schlicht und langweilig” bezeichnete und anmerkte, dass der City-Hof in keinem Architekturführer Erwähnung fand – konnte der von der CDU benannte Frank Pieter Hesse mit seinen Ausführungen zur Denkmalwürdigkeit des City-Hofes und dem Hinweis, dass das Ensemble bereits 1995 als Denkmal eingestuft wurde, leicht entkräften. 

Zum Ende der Anhörung warf Dirk Kienscherf (SPD) dem von der FDP benannten Volkwin Marg noch Befangenheit vor und wollte mehr über die von ihm in den Raum gestellten Tricks erfahren, die von der Finanzbehörde angewandt wurden, um das letzte Gebot für den Erhalt aus dem Verfahren auszuschliessen. Nachdem Marg erklärte, dass er nicht – wie von Kienscherf behauptet – der Bieter war, sondern der zeichnende Architekt und somit eine Verwechselung vorliegen muss, beschrieb er sehr genau, wie es zu dem Ausschluss des Bieters kam: Nachdem die Finanzbehörde dem Bieter den Vertrag zur finalen Angebotsabgabe zuschickte, der Punkte beinhaltete, die widersprüchlich zu der Ausschreibung und den im Vorfeld getroffenen Absprachen waren, bat der Bieter die Finanzbehörde um ein Gespräch, um diese Punkte zu klären. Diese Bitte wurde abgelehnt und so gab der Bieter aufgrund der ablaufenden Frist dennoch ein finales Angebot ab, fügte dem Vertrag jedoch Anmerkungen bei, die die besagten Punkte im Vertrag betrafen. Diese nachvollziehbaren Anmerkungen wurden letztlich von der Finanzbehörde als Formfehler für den Ausschluss des Bieters aus dem Verfahren genutzt.

Marg zitierte ein paar dieser Anmerkungen und beendete seine Ausführungen mit einer an Kienscherf gerichteten Frage: “Finden sie das eigentlich so anormal, in einem finalen Angebot?” 

Daraufhin wurde es unruhig im Saal und Herr Marg beantwortete die Frage von Heike Sudmann (DIE LINKE), ob dieses Schriftstück dem Protokoll beigefügt werden kann mit “Ja”. Das Protokoll dieser Sachverständigenanhörung wird in kürze auf der Parlamentsdatenbank für alle Bürger nachzulesen sein und für mehr Transparenz in dieser Sache sorgen. 

Zudem wird die Anhörung des Senats im Stadtentwicklungsausschuss der Bürgerschaft am Dienstag, den 22.03. um 18:00 Uhr im Kaisersaal des Rathauses ein weiterer wichtiger Termin für den City-Hof, bevor die Bürgerschaftsabgeordneten am 31.03. über die Anhandgabe an Aug. Prien abstimmen.

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Presseecho zur Sachverständigenanhörung

01.03.2016, NDR – Hamburg Journal – Kommt das Aus für die City-Hochhäuser? (Fernsehbeitrag)

01.03.2015, NDR.de – City-Hof: Gegenwind für Abriss-Plan

02.03.2016, Hamburger Abendblatt – Gefährdet Abriss der City-Hochhäuser Welterbe-Status?

02.03.2015, Hamburg 1 – Umstrittener Verkauf der City-Hochhäuser (Fernsehbeitrag)

03.03.2015, DIE ZEIT: Elbvertiefung (Newsletter) – City-Höfe bald weg?

03.03.2015, sh:z Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag – Streit um Abriss der City-Höfe: Hamburg droht ein Polit-Krimi

03.03.2016, DIE WELT – Gegenwind für den Senat bei Plänen zu City-Höfen

03.03.2016, Hamburger Abendblatt – Weltkulturerbe: Hat Hamburg geschummelt?

03.03.2016, Hamburger Abendblatt – Bringt Abriss der City-Hochhäuser Hamburgs Welterbe in Gefahr?

03.03.2016, Hamburger Morgenpost – City-Hochhäuser: Bringt ihr Abriss das Weltkulturerbe in Gefahr?

04.03.2016, Hamburger Morgenpost – Leserbrief – City-Hochhäuser

04.03.2016, Hamburger Abendblatt – Frage des Tages

04.03.2015, taz – Abriss oder Sanierung. Eine Chance für den „Schandfleck“

05.03.2016, Hamburger Morgenpost – Leserbrief – City-Hochhäuser

05.03.2015, NDR.de – Schützt das Weltkulturerbe die City-Hochhäuser?

08.03.2016, Hamburger Wochenblatt (St. Georg) – City-Höfe: Abriss gerechtfertigt?

09.03.2016, Hamburger Abendblatt – Leserbrief – Wir sind nicht in Oberfranken

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Unser erstes Feedback zur Sachverständigenanhörung

Wir haben dass Gefühl, dass heute nicht nur ein wichtiger Tag für den City-Hof war, sondern für die gesamte Baukultur und Stadtentwicklung in Hamburg !

Auch wenn bei der Sachverständigenanhörung zwei, der insgesamt sechs befragten Experten, die Denkmalwürdigkeit des City-Hofes in Frage gestellt haben, so haben sich alle sechs für eine N e u a u s s c h r e i b u n g ausgesprochen. Zudem waren sich alle Experten einig, dass der City-Hof weitergenutzt bzw. weiterentwickelt werden kann, sei es nun mit oder ohne den Denkmalschutz.

Nach fünf Stunden – voll mit Statements, Fragen, Antworten, Forderungen, Vorwürfen, Drohgebärden, Anekdoten, Vorschlägen, Ängsten, Wünschen und Emotionen hinsichtlich des aktuellen und des zukünftigen Umgangs mit unserem baukulturellen Erbe – raucht uns der Kopf. Wir werden jetzt mal ein paar Nächte darüber schlafen und sehen, was die heute anwesenden Medienvertreter berichten werden. Auch wenn es voraussichtlich in zwei bis drei Wochen ein Protokoll der heutigen Sachverständigenanhörung geben wird, haben wir fleißig mitgeschrieben. Wir rechnen mit mindestens vier Presseechos. Sollten diese nicht so viele oder die wichtigen Informationen nicht beinhalten, fassen wir Euch in den nächsten Tagen noch unsere ‘Blüten’ zusammen.

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Sachverständigenanhörung

Liebe Freunde des City-Hofes,
liebe Interessierte,

hiermit möchten wir Euch auf die nächste Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Dienstag, den 01. März 2016 um 17:00 Uhr im Haus der Patriotischen Gesellschaft (Trostbrücke 6, 20457 Hamburg) aufmerksam machen. Die Sitzung ist öffentlich und eine Anmeldung nicht erforderlich.

Weil das Gebotsverfahren “Quartier am Klosterwall” nach wie vor sehr umstritten ist, hat sich der Senat dazu entschieden, die Anhandgabe nicht – wie sonst üblich – von der Kommision für Bodenordnung beschliessen zu lassen, sondern von der Bürgerschaft. Bevor am 31. März 2016 jedoch über die Einleitung des Veräußerungsverfahren abgestimmt wird, befassen sich die zuständigen Ausschüsse der Bürgerschaft mit dem Fall. Diesbezüglich hat der Ausschuss für Stadtentwicklung die oben genannte öffentliche Sitzung anberaumt, bei der folgende Sachverständige angehört werden:

· Herr Prof. Dr. Ing.h.c. Volkwin Marg, Hamburg
· Herr Dr. Jürgen Tietz, Berlin
· Herr Frank Pieter Hesse, Hamburg
· Herr Prof. Berthold Burkhardt, Braunschweig
· Herr Prof. Dr. Hermann Hipp, Hamburg

Da bereits jetzt klar ist, dass sich sehr wahrscheinlich alle Auskunftspersonen kritisch zum Gebotsverfahren “Quartier am Klosterwall” äußern und für den Erhalt des denkmalgeschützten City-Hofes aussprechen werden, wird auch die Senatsanhörung am 22. März 2016 ein spannender Termin, über den wir Euch noch rechtzeitig informieren werden.

Es gibt Menschen, die halten diesen Vorgang für ein “Parlamentstheater um den City-Hof” und sind der Meinung, dass die Entscheidung über den Abriss längst feststeht. Wir und unsere Sympatisanten sehen das jedoch anders und werden weiterkämpfen – selbst wenn die Bürgerschaft am 31. März 2016 für die Anhangabe an den Investor Aug. Prien stimmen sollte. So heisst es doch in der Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft (Drucksache 21/2904), dass “mit der Entscheidung der Bürgerschaft für die Umsetzung des Veräußerungvorganges […] nicht zugleich über die Grundlage des geltenden Denkmalschutzrechts erforderliche Genehmigung zum Abriss der City-Hochhäuser entschieden wird.”

Es wird also noch viel Wasser die Elbe hinunter fließen, bis eine Entscheidung bzgl. der Zukunft des City-Hofes getroffen wird.

Wir freuen uns Euch auf dieser Sitzung zu sehen und verbleiben

mit hochhäuslichen Grüßen

Eure Initiative City-Hof

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Abschied vom Hof

Die Initiative City-Hof und der City-Hof e.V. laden ein

Abschied vom Hof

Wann? Samstag, 30. Januar, ab 14.00 Uhr
Wo? City-Hof, Klosterwall 6 (Block C), Laden in der Passage

“City-Hof zum mitnehmen”

Da wir der Freien und Hansestadt Hamburg zu unbequem geworden sind, setzt sie uns vor die Tür. Natürlich gibt sie andere Gründe vor, die aber mindestens genauso ärgerlich sind. So soll unser Laden zukünftig als Ersatz für die Lagerflächen dienen, die sich zur Zeit noch in der vor kurzem aus Brandschutzgründen gesperrten Tiefgarage befinden. Wie kann man als Stadt zuerst ein Baudenkmal systematisch herunterwirtschaften und dann auch noch eine Initiative, die sich für dessen Erhalt engagiert rausschmeissen, obwohl es noch andere verfügbare Flächen für Lagerzwecke gibt? So werden Ladeneinheiten in der Passage des City-Hofes zum Abstellen von Fahrrädern und Müllcontainer nicht adäquat genutzt. Wir lassen uns davon jedoch nicht entmutigen und kämpfen nun umso mehr. Deshalb feiern wir noch ein letztes Fest in unserem Laden und laden Euch herzlich dazu ein. Kommt vorbei und nehmt den City-Hof mit nach Hause. In Eurer Erinnerung und in Euren Händen.

Laden der Initiative City-Hof

Programm:

Live-Siebdruck 
Bringt Euch T-Shirts o.ä. mit und lasst sie mit dem City-Hof bedrucken. So habt ihr den City-Hof immer bei Euch und könnt Flagge zeigen.

Soli-Artikel-Stand 
Von A wie Ansichtskarte, über B wie Button oder Beutel, bis S wie Siebdruckplakat, könnt Ihr den City-Hof und andere Bauwerke der Nachkriegsmoderne in fast allen erdenklichen Formen und Farben mit nach Hause nehmen.

Ansichtskarten-Aktion 
Schreibt eine Ansichtskarte mit City-Hof-Motiv an die/den Politiker/in Eures Vertrauens, auf dass sie/er ihre/seine Stimme gegen die Privatisierung und den Abriss des City-Hofes erhebt. Wir haben Briefmarken und die Adressen.

LECA-Platten-Soli-Auktion um 18.00 Uhr 
Wir versteigern originale Bruchstücke der bauzeitlichen Fassade aus LECA-Platten, die sich noch unter den grauen Eternit-Platten des City-Hofes verbergen. Wenn der City-Hof erhalten bleibt, wofür wir kämpfen und wovon wir ausgehen, werden sie sicherlich einmal viel Wert sein.

Für das leibliche Wohl sorgt der City-Hof e.V.

Erzählt es bitte weiter und ladet Eure Freunde auf Facebook zur Veranstaltung ein.

Wir freuen uns auf euch !

 

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City-Hof e.V.

Am vergangenen Donnerstag, den 10. Dezember 2015 hat sich in der Passage des City-Hofes ein neuer Verein gegründet, der sich fortan in die Diskurse und die Gestaltung unser Stadt einbringen wird. Mit dem City-Hof e.V. haben 32 Gründungsmitglieder dem vom Abriss bedrohten Denkmal gegenüber dem Hamburger Hauptbahnhof ein Denkmal gesetzt. Der Verein befindet sich nun im Aufbau und muss noch ein paar formale Hürden nehmen. Bei Interesse an einer Mitgliedschaft und/oder einer Förderung des Vereins, schreibt uns bitte eine E-Mail mit dem Betreff ‘City-Hof e.V.’ an info@city-hof.org

Foto: Jens Paulsen

Foto: Jens Paulsen

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CITY SPIRIT – Vier Türme, eine Seele?

Dokumentarfilm | 15 min | HD | 2014 | ein Film von Lisa Schambortski & Andreas Boschmann

Kann ein Gebäude eine Seele haben? Im Hamburger City-Hof scheiden sich diesbezüglich die Geister. Aber nicht nur bei dieser Frage – die vier monumentalen Hochhäuser stehen im Zentrum einer spannenden Debatte: Denkmalschutz oder Abriss? In CITY SPIRIT treffen wir auf die Menschen, die tagtäglich von dem Gebäudekomplex umgeben sind: die Mieter des City-Hofs. Wir begeben uns auf eine audiovisuelle Reise durch die Atmosphäre dieses Ortes.

Hintergrund und Ausblick: 2014 hat die Stadt Hamburg den denkmalgeschützten City Hof zum Verkauf ausgeschrieben – mit Abrissoption. Drei Entwürfe schafften es in die engere Auswahl. Zwei sahen einen Neubau vor und einer die denkmalgerechte Sanierung. Im September 2015 schied der einzige Entwurf, der den City Hof erhalten wollte, aus unersichtlichen Gründen aus dem Verfahren aus. Damit ebnete die Stadt den Weg zum Abriss der Türme.

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