Klophausviertel

Milchmatherechnung

Am vergangenen Mittwoch, den 11. Oktober wurde das Bebauungsplan-Verfahren „Hamburg-Altstadt 49“ zur Neubebauung des City-Hof-Areals in der Sitzung vom Stadtplanungsausschuss der Bezirksversammlung Hamburg Mitte eingeleitet. Wir haben an dieser teilgenommen und von der öffentlichen Bürgerfragestunde gebrauch gemacht. Zumindest soweit uns das möglich war, da wir unsere Fragen vor der Präsentation der Pläne stellen mussten und fünf der sechs Anlagen zur Drucksache im Vorfeld nicht öffentlich einsehbar waren.

Gespannt waren wir vor allem auf die überarbeiteten Neubaupläne, wie sie in der Drucksache beschrieben wurden:

„Aufgrund der Hinweise und Überarbeitungsempfehlungen im Preisgericht [vom Architekturwettbewerb, Anm. v. CH] insbesondere zum Gebäudevolumen und der Höhe des Gesamtbaukörpers ist dieser um ein volles Geschoss reduziert worden (siehe Anlage 3).“

Fake News – wie die Vorstellung der Planunterlagen durch Michael Mathe, dem Leiter vom Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung im Bezirk Hamburg-Mitte, und die nachträglich öffentlich gemachte Anlage 3 gezeigt haben. Lediglich der Neubaukörper „Büro“ wurde um ein Staffelgeschoss reduziert, der Neubaukörper „Wohnen“ blieb in der Höhe unverändert und der Neubaukörper „Hotel“ hat sogar ein Geschoss dazu bekommen.

Hinzu kommt die „Schönrechnung“ von Mathe – dass die Baumasse nach der Überarbeitung der Pläne mit rund 3.500 qm BGF stark reduziert worden ist. Das stimmt, wenn die BGF von 49.900 qm, die der Siegerentwurf von KPW Papay Warncke und Partner Architekten vorsah, die Berechnungsgrundlage ist. Wir würden es aber eher an den 45.787 qm BGF messen, mit der AUG. PRIEN den Investorenwettbewerb gewonnen hat oder den 47.400 qm BGF die im städtebaulich-hochbaulichen Wettbewerb vorgegeben war.

Hier geht es zur Drucksache samt der bisher öffentlich gemachten Anlagen

(Bild: Bezirksamt Hamburg-Mitte/Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt/Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung)